Forschungsprojekte

Aktuelle Projekte

DIJAQ
Digitalisierungskonzept für Japanische Querrollen in deutschen Sammlungen

Projektleitung: Prof. Dr. Melanie Trede, Eric Decker M.A. | Laufzeit: November 2016 – Juli 2017
Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Johannes Alisch M.A.

The project develops a concept for the digitization of Japanese handscrolls in German collections. The concept focuses on the virtual representation of 266 richly illuminated handscrolls made of paper or silk between the seventeenth and nineteenth centuries in Japan. The challenges of the envisioned digitization project are the extraordinary physical dimensions of the scrolls (up to 20m in length) and the development and implementation of a joint digitization process with five partner museums and libraries in Germany, who own the scrolls. The future goal is to provide scholars, students and the interested public access to digital representations of the scrolls and to facilitate research of this unique and understudied material.
A comparable website was developed by the coordinators and a number of collaborators for the “Hachiman Digital Handscrolls project” (HDH), http://www.zo.uni-heidelberg.de/iko/hdh/.

 

Unsichtbare Netzwerke: Japanische Querrollen in deutschen Museumssammlungen um 1900 und in einer digitalen Zukunft

Projektleitung: Prof. Dr. Melanie Trede | Laufzeit: April 2016 – Oktober 2017
Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Karolin Randhahn M.A.
Die Laufzeit begann am 1.4.16 mit der wiss. Angestellten Adina Badescu und wurde zwischen dem 1.7. und 31.1.17 ausgesetzt. Danach wurde das Projekt mit der wiss. Angestellten Karolin Randhahn weitergeführt bis zum Laufzeitende 31.10.17.

Das Projekt “Unsichtbare Netzwerke” setzt sich fünf Ziele. Zunächst soll das kulturelle Erbe der seit dem späten 19. Jh. akquirierten narrativen Querrollen aus Japan in Berlin, Köln und Stuttgart kunst- und sammlungshistorisch erschlossen werden. Die Bedeutung von Querrollen steht in starkem Kontrast zur vom Japonismus-Geschmack geprägten Vorliebe für Holzschnitte, Schwertzierat und Gürtelschmuck. Deswegen bieten sich Querrollen als ein Paradebeispiel für die Untersuchung unterschiedlicher Sammlungsstrategien und die Auseinandersetzung mit verschiedenen Ästhetiken der Weltkulturen um die Jahrhundertwende an.

Die zweite Aufgabe ist die wissenschaftliche Bearbeitung eines ausgewählten Pilotbeispiels der Querrolle Koyasu monogatari (Linden-Museum, Stuttgart). Die Ergebnisse sollen, dies ist das dritte Ziel, in einer digitalen Modellversion nach dem Vorbild der von der FoF3-geförderten “Digital Hachiman Handscrolls”-Website (http://hachiman.uni-hd.de/) einfließen. Schließlich soll viertens ein White Paper verfasst und fünftens ein Großantrag zur Durchführung der wissenschaftlichen, digitalen Erschließung der identifizierten Querrollen vorbereitet werden.

 

Hachiman Digital Handscrolls
Field of Focus 3:
Pilotprojekt zur Optimierung digitaler Darstellung beweglicher Bild- und Textformate

http://hachiman.uni-hd.de
http://www.zo.uni-heidelberg.de/iko/hdh/

Projektleitung: Prof. Dr. Melanie Trede | Laufzeit: März 2014 – Februar 2015

Dieses als Teststudie angelegte Projekt beschäftigt sich mit der Entwicklung einer digitalen Präsentationsform für monumentale oder bewegliche Bildformate anhand von japanischen illuminierten Querrollen aus dem 14.-17. Jh. Die Materialität der Querrollen setzt einen physischen Kontakt und direkte Interaktion voraus: sie müssen beim Ansehen mit beiden Händen entrollt und können in beliebigen Ausschnitten betrachtet werden. Dieser praktische Umgang macht die statische Fixierung von Text- oder Bildabschnitten in Datenbanken aber so problematisch für die digitale Darstellung dieser Artefakte.

Mithilfe von HyperImage als Grundlage und neu zu entwickelnden digitalen Methoden für eine dynamische Präsentation und Publikation wissenschaftlicher Erkenntnisse wird eine Verbesserung der Infrastruktur für interdisziplinäre Forschung angestrebt. Ziel ist es, disziplinäre, sprachliche und regionalspezifische Grenzen bezüglich solcher Bildformate aufzuheben. So ist neben einer Transliteration und Übersetzung der Textpassagen sowie deren Erklärungen und Durchsuchung auch die Ermöglichung unmittelbarer Vergleiche mehrerer Aspekte wie  Materialität, Ikonographie und Kalligrafie von zwei oder mehr Rollen gleichzeitig vorgesehen.

Die Studie ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Institut für Kunstgeschichte Ostasiens, der Heidelberg Research Architecture (HRA) des Exzellenzclusters Asien und Europa, dem SFB 933 „Materiale Textkulturen“ und den Softwareentwicklern bitGilde IT Solutions UG, Berlin. [mehr ...]

 

The Ethnographie Eye

Projektleitung: Prof. Dr. Sarah E. Fraser

„The Ethnographic Eye: Art during the Sino-Japanese War“ befasst sich mit den Spannungen und Neuerungen, welche die Erfahrung des Sino-Japanischen Krieges (1937-1945) für die künstlerische Produktion in China mit sich führte. [mehr ...]

 

Buddhistische Steinschriften in China

Projektleitung: Prof. Dr. Lothar Ledderose | Laufzeit: 2005 – 2017

Die zweite Hälfte des 6. Jahrhunderts n.Chr. stellt für den chinesischen Buddhismus eine bedeutende Epoche dar. In den Jahren 577/578 litten die Gläubigen unter den Verfolgungen des säkularen Staates Zhou. Zugleich erzielten Mönche während dieser Periode große Fortschritte in der Übersetzung der Schriften Buddhas, was zu einem völlig gewandelten Verständnis seiner Lehre führte. Die ursprünglich aus Indien stammende Religion wurde nun in vielen Elementen der einheimischen Tradition angepaßt. Ihren Niederschlag fand diese historische Entwicklung in einzigartigen Steininschriften. Teils wurden die heiligen Texte in mühevoller Arbeit und in bis zu drei Meter hohen Zeichen in den gewachsenen Fels gemeißelt, teils wurden Inschriften in die architektonische Gestaltung von Höhlentempeln integriert. Mit diesem "Netz" aus Steininschriften schufen die chinesischen Buddhisten damals die mithin kulturhistorisch bedeutsamsten Monumente Nordchinas. [mehr ...]

 

Deutsch-chinesische Zusammenarbeit im Kulturgüterschutz: Kunsthistorische und religionshistorische Grundlagen der Restaurierung buddhistischer Kulthöhlen in China
Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung

Projektleitung: Prof. Dr. Lothar Ledderose

 

Aspekte der Medialität und Materialität illuminierter Querrollen im mittelalterlichen Japan
Teilprojekt B 07, SFB 933 Materiale Textkulturen

Projektleitung: Prof. Dr. Melanie Trede | Laufzeit: 2011 – 2015

 

Der buddhistische Kanon in Stein. Materialisierung und Präsentifizierung heiliger Schriften im Wolkenheimkloster (616 - 1180 n. Chr.)
Teilprojekt C 04, SFB 933 Materiale Textkulturen

Projektleitung: Prof. Dr. Lothar Ledderose | Laufzeit: 2011 – 2015

 

Beichtrituale in chinesischen buddhistischen Höhlentempeln des 6. bis 8. Jahrhunderts / Olfaktorische Elemente im chinesischen Totenritual
Teilprojekt B 6, SFB 619 Ritualdynamik

Projektleitung: Prof. Dr. Lothar Ledderose | Laufzeit: 2005 – 2013

 

Bildkulturen

Prof. Dr. Melanie Trede (Projektmitglied), Prof. Dr. Lothar Ledderose (Projektmitglied)
Interdisziplinäre Arbeitsgruppe, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Federführung: Christoph Markschies
2008 – 2011

 

Studies on the Transmission of Culture communicated by "Things" and Images: Focussing on Japanese medieval literature and handscrolls

Prof. Dr. Melanie Trede (Projektmitglied)
Federführung: Ikeda Shinobu, Chiba Universität
gefördert vom Ministerium für Kultur und Erziehung, Japan
2008 – 2010

 

Verantwortlich: SH
Letzte Änderung: 15.02.2017
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